Konficamp des Stadtkirchenkreis Marburg

Das Konfi@Castle 2014

„Kirche mal von einer anderen Seite kennenlernen“

 

Ein Bericht des fünften Marburger Konfi@Castles

 

Wie kreiert man die perfekte Konfirmandenfreizeit? Man nehme 150 Konfirmanden aus Marburg, 30 freiwillig arbeitende Jugendliche, einige Pfarrer, eine Prise Konzept, viel Spaß, nimmt das Alles und mischt es einmal kräftig durch. 

 

Am Mittwoch dem 10.9.14. entsteigen 150 Jugendliche im Alter von 12-14 Jahren einigen Bussen in Nordbayern. Sie haben ihr Ziel, die Burg Rothenfels erreicht, wo dieses Jahr zum fünften Mal das Marburger Konfi@Castle stattfand. 

Das Konfi@Castle ersetzt die früher in Marburg üblichen Konfirmandenfreizeiten, die Gemeindeintern stattfinden und hat sich im letzten halben Jahrzehnt als Bestandteil des Konfirmandenunterrichts etabliert. Die Besonderheit neben der schlichten Größe ist der, dass ein eingestimmtes Team von 30 Jugendlichen (sogenannte Teamer) das Konfi@Castle organisieren und so für die Konfirmanden ein enger Kontakt zur Leitung besteht. Dadurch schafft es das Castle, den Konfirmanden mal einen ganz anderen Eindruck von Kirche zu vermitteln, als sie ihn Zuhause erleben.

Am Grundgerüst des Konfi@Castles hat sich in den letzten 5 Jahren wenig geändert. Zum Einen sind da die christlichen Einheiten mit den Pfarrern, wie der Morgenandacht, die speziell für Jugendliche konzeptioniert ist. Dazu bieten die Pfarrer die AG’s an, wo verschiedene Themen (z.B.Das Männerbild in der Bibel damals und heute) in kleinen Gruppen behandelt werden.

Die Teamer bieten außerdem ein ergänzendes Programm an. Zum einen sind da die Nachmittagsworkshop, in die sich die Konfis einwählen können, von einem Ballsportworkshop bis hin zu Kreativ-musischen Angeboten werden über 15 verschiedene Workshop dargeboten und so ist für jeden Konfirmand etwas Passendes dabei. 

und dann wären da noch die Abendveranstaltungen. Der Casino-Abend beispielsweise, an dem die Konfis in einem eingerichteten Casino um Konfi-Points spielen und dabei von anzugtragenden Teamern bedealt werden. 

Oder der Lichter-Abend an dem die Gemeinden intern einen präparierten Wolfspfad bestreiten, der von Lichtern beschienen wird und an dessen Rand verschiedene Aufgaben warten, wie einige Minuten still warten einfach mal auf die Umgebung zu hören. 

Dieses Jahr wurde außerdem zum ersten Mal ein Quiz-Abend angeboten, bei dem den Teilnehmern Fragen wie bei Günther Jauchs Wer wird Millionär? gestellt wurden. Der letzte Abend zeigte dann noch einmal, wie viel Spaß Jugendliche auch ohne Alkohol in einer Disco haben können. 

Als es dann zum Abschied ging, war dann auch eine gewisse Trauer bei den Konfirmanden zu spüren. Diese konnte aber dadurch getilgt werden, dass es für einige bereits in den Herbstferien weitergeht, wenn einige Konfirmanden auf eine Fortbildung fahren, die sie darauf vorbereitet einmal selbst Teamer zu werden.

 

 

 

 

Was ist Konfi@castle? (Allgemeines)

Zwei Jahre Vorlaufzeit und dann fand das erste Marburger Konfi@castle statt. Es war uns wichtig, das Modell Konficamp, das es schon seit den 60 er Jahren flächendeckend in Finnland gibt unseren Bedarfen und Bedingungen in unserer Stadt anzupassen. Wir haben im Innenstadtbereich acht Kirchengemeinden, die an der Aktion mit ihren Konfirmandinnen und Konfirmanden teilnehmen.

Weil wir möglichst unabhängig von den Wetterverhältnissen sein wollten haben wir uns für den Aufenthalt auf einer Burg entschieden und haben mit Burg Rothenfels am Main ein wunderschönes Domizil gefunden. Aus der Örtlichkeit einer Burg hat sich auch der Name Konfi@castle abgeleitet.

Wir versuchen in dem Modell, Konferzeit und Urlaubsfeeling, Gemeinschaft mit Gleichaltrigen und mit Gott zusammenbringen. Und die Rückmeldungen belegen: das gelingt gut. Eine wichtige Rolle spielen dabei unsere ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamer, die unwesentlich älter sind als die Konfirmandinnen und Konfirmanden selbst, für diese aber eine wichtige Vorbildfunktion einnehmen. Direkt nach der Konfirmation werden diese konfirmierten Jugendlichen, die sich für eine Mitarbeit beim Konfi@castle interessieren im Stadtjugendpfarramt geschult und für ihre Aufgaben vorbereitet. Die Schulung wird von den Hauptamtlichen des Stadtjugendpfarramts, der Stadtjugendpfarramt und einigen Pfarrern aus der Gemeinde durchgeführt. Damit findet hier bereits eine Vernetzung zwischen Konfirmanden- und Jugendarbeit statt, die wir für zukunftsweisend halten. Die Bereitschaft zur Mitarbeit nach der Konfirmation ist sehr groß. Bereits nach dem zweiten Durchlauf haben wir wesentlich mehr Interessierte, die als Teamer mitfahren möchten als wir eigentlich benötigen.

Ablauf eines Konfi@castle

Wir reisen mittwochs am Vormittag an und beziehen die wunderschönen Kemenaten in der Burg und den Nebenhäusern. Jede Konfirmandengruppe aus den Gemeinden bleibt dabei als Gruppe zusammen. Am Nachmittag wird in neugebildeten Gruppen die Burg bei einer Burgrallye erkundet.

Der erste Abend steht unter dem Motto: Kennenlernen – Konfigruppen, Leitung, Pfarrer, Band.

Die folgenden Tage bis Samstag sind alle gleich strukturiert: nach einem geistlichen Startschuss in der Kapelle mit der Gesamtgruppe (150 Personen) geht es in die Arbeitsgruppen. Diese stehen unter einem Thema und werden jeweils von einem Pfarrer/in (und Teamern) geleitet. Ein aktuelles Thema wird auf dem Hintergrund der biblischen Botschaft beleuchtet.

Themen der Arbeitsgruppen:

  • Mobbing/Konfliktlösung („Willste Fresse oder was?“)
  • Eltern/Familie („Eine schrecklich nette Familie“
  • Selbstwert/Konsum/Armut („Wann ist ein Mann ein Mann?“)
  • (Sehn)sucht/Computer/TV („Verloren im Netz“)
  • Freundschaft/Liebe („All you need is love“)
  • Schönheitsideal/Selbstwert („Pretty Woman“)
  • Schuld/Vergebung/Neuanfang („Scheiß gebaut“)
  • Gottesbeziehung („Hello Mister God“)

In diese Arbeitsgruppen wählen sich die Konfis schon bei der Anmeldung je nach Interesse ein, dürfen jedes Thema aber nur einmal belegen. Arbeitsgruppe. In einer Gruppe von max.15 Teilnehmern ist ein kreatives Arbeiten möglich.

Nachmittags finden die Workshops statt, die selbstverantwortlich von den Teamern durchgeführt werden. Auch hier findet eine Einwahl nach Neigung statt.

Themen der Workshops:

  • Aktive Geländespiele
  • Kreativworkshop
  • Videoworkshop
  • Standard-Tanz
  • Sport & Spaß
  • Bogenschießen & Pfeile bauen
  • Löffel schnitzen
  • Bandworkshop

Auch das Abendprogramm wird von den Teamern geplant und durchgeführt, immer unterstützt von unserer eigenen Band: Das sind immer die Highlights mit Eventcharakter.

Den Abschluss am Sonntagmorgen bildet ein Jugendgottesdienst, in dem alle beteiligt sind und in jugendgemäßer Form ihren Glauben feiern.

Eingebunden im Konfirmandenjahr

Das Konfi@castle löst den regulären Konfirmandenunterricht in den einzelnen Gemeinden (in der Regel Dienstagnachmittags) nicht ab. Der Konfirmandenunterricht beginnt im Frühsommer. Die Anmeldung erfolgt in den einzelnen Kirchengemeinden. Die meisten Gemeinden schreiben die Jahrgänge direkt an. Dennoch ist es ratsam im Frühjahr (März/April) in der KIM auf den jeweiligen Anmeldetermin in der Kirchengemeinde zu achten. Er ist meist mit einem Elternabend verbunden, bei dem man den Pfarrer, die Pfarrerin kennenlernen kann und die ersten Informationen zum Konfirmandenjahr bekommt. Für die Anmeldung ist es nicht notwendig getauft zu sein. Die Taufe kann im Laufe des Konfirmandenjahres oder bei der Konfirmation erfolgen.

Nach den Sommerferien findet dann das Konfi@castle statt. Dafür gibt es eine Schulbefreiunng, die direkt mit der Anmeldung zum castle ausgehändigt wird und dann beim jeweiligen Klassenlehrer eingereicht werden muss.

Weitere Infos

Keine Artikel in dieser Ansicht.

Konfi@Castle 2011

Konfi@Castle 2011

Konfi@Castle 2010

Infos rund ums Konfi@Castle 2010

  • Artikel aus der KiM
  • Berichte
  • Gallerie

Termine für Teamer

Mitarbeiterschulungen